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| Autor | Thema: Boosterung eines natürlichen Anti-E? |
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| ab 3 ID # 54 |
erstellt: 03. November 2004 15:51 zitat pm mail Ein männlicher strahlentherapeutischer Patient, der nach eigenen Angaben noch nie eine Transfusion erhalten habe, reagierte nach EK-Transfusion mit Fieber, das vom Behandler einem bestehenden Infekt zugeschrieben wurde. Bei der Abklärung fiel (nebenbei) eine leichte Hämolyse auf, die Parameter normalisierten sich rasch. In der Patientenhistorie fiel uns die 5 Tage vor dieser auffälligen Transfusion vorgenommene Verabreichung eines EK mit dem Rhesusmerkmal Ee für unseren ee-Patienten auf. Das Anti-E wurde nur in Papain gefunden!Frage: Kann diese verzögerte Hämolyse auf die Boosterung eines präexistenten seltenen natürlichen Anti-E zurückgeführt werden? ----------------------- ab |
Beiträge: 7 | Mitglied seit: November 2004 | IP: gespeichert | |
| Schanzst 3 ID # 8 |
erstellt: 06. November 2004 20:59 zitat pm mail Wenn eine Boosterung als Ursache für die Hämolyse erfolgt sein sollte ist diese leicht mit einem Antikörpersuchtest oder bei nur positiven DCT mit einer Elution aus einer posttransfusions Blutprobe nachzuweisen ----------------------- St. Schanz Anästhesie und Notfallmedizin, Bluttransfusionswesen KH Oberndorf a. Neckar |
Beiträge: 90 | Mitglied seit: Juli 2003 | IP: gespeichert | |
| Kretschmer 3 ID # 13 |
erstellt: 08. November 2004 13:23 zitat pm mail hp Es ist wahrscheinlich, dass der "natürliche" Antikörper geboostert wurde. Allerdings müsste ein Anti-E der Immunglobulinklasse G vorgelegen haben. Das wird durch die Tatsache, wie der Antikörper nachgewiesen wurde, nicht ausgeschlossen. Andererseits wissen doch die Patienten oft nicht, dass Sie schon mal transfundiert wurden. Der Antikörper könnte auch passiv im Rahmen der Applikation von Plasmaprodukten in den Tagen zuvor appliziert worden sein. ----------------------- V. Kretschmer |
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erstellt: 03. November 2004



Ein männlicher strahlentherapeutischer Patient, der nach eigenen Angaben noch nie eine Transfusion erhalten habe, reagierte nach EK-Transfusion mit Fieber, das vom Behandler einem bestehenden Infekt zugeschrieben wurde. Bei der Abklärung fiel (nebenbei) eine leichte Hämolyse auf, die Parameter normalisierten sich rasch. In der Patientenhistorie fiel uns die 5 Tage vor dieser auffälligen Transfusion vorgenommene Verabreichung eines EK mit dem Rhesusmerkmal Ee für unseren ee-Patienten auf. Das Anti-E wurde nur in Papain gefunden!