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Autor Thema: Anforderung Blutgruppe
Peter
3

ID # 119

  erstellt: 27. März 2012 13:37    zitat    pm   mail  
Guten Tag!

Ist es richtig, dass die Abnahme einer Blutgruppenbestimmung auch durch nichtärztliches Personal (Pflege)erfolgen kann und damit auch die Verantwortung durch nichtärtzliches Personal übernommen wird, die Kreuzprobe aber in der Verantwortung eines Arztes bleibt und nur delegiert werden kann (Arzneimittelanforderung) ?

Beiträge: 59 | Mitglied seit: September 2006 | IP: gespeichert
hschuster
3

ID # 5

  erstellt: 28. März 2012 15:09    zitat    pm   mail  
In den Richtlinien Hämotherapie heißt es dazu:

4.2.3 Identitätssicherung
Verwechslungen kommen häufiger vor als Fehlbestimmungen. Es ist daher unerlässlich, Verwechslungen auszuschließen.
Jedes Probengefäß ist vor Entnahme eindeutig zu kennzeichnen (Name, Vorname, Geburtsdatum bzw. auch in codierter Form). Der Untersuchungsauftrag muss vollständig einschließlich Entnahmedatum ausgefüllt und von der abnehmenden Person unterschrieben sein (s. a. Abschn. 4.3). Der Einsender muss auf dem Untersuchungsantrag eindeutig ausgewiesen sein. Der anfordernde Arzt ist für die Identität der Blutprobe verantwortlich.

Daraus können wir ableiten, daß der Arzt die Blutprobentnahme beim Patienten auf nichtärztliches Personal delegieren kann, soweit das in der Transfusionsordnung des Hauses geregelt ist. Das entbindet ihn aber in keiner Weise von seiner Verantwortung hinsichtlich der Identität der Blutprobe.

Blutgruppenbestimmungen können von nichtärztlichem Personal initiiert werden, wenn das im Rahmen standardisierte Op-Vorbereitungen erfolgt und im QMHB entspr. beschrieben ist.
Die Anforderung von Blutpräparaten (= Rezept) incl. der Kreuzproben bedarf immer einer ärztlichen Unterschrift.

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Mit kollegialen Grüßen

Dr. med. H. Schuster

Beiträge: 26 | Mitglied seit: Juni 2003 | IP: gespeichert
Peter
3

ID # 119

  erstellt: 30. März 2012 13:00    zitat    pm   mail  
Sehr geehrter Herr Kollege Schuster!

"Blutgruppenbestimmungen können von nichtärztlichem Personal initiiert werden, wenn das im Rahmen standardisierte Op-Vorbereitungen erfolgt und im QMHB entspr. beschrieben ist".

Können Sie dies etwas konkretisieren? Was heisst hier initiiert?
Allerdings scheint es ja generell in Deutschland so geregelt zu sein, das jegliche Blutentnahme eine ärztliche Aufgabe ist, und daher immer in der Verantwortung der Ärzte bleibt. Auch wenn z.B in manchen Häusern die "Routineblutentnahme" durch die Pflege erfolgt.

Beiträge: 59 | Mitglied seit: September 2006 | IP: gespeichert
hschuster
3

ID # 5

  erstellt: 30. März 2012 16:04    zitat    pm   mail  
Im Rahmen von Op-Vorbereitungen müssen nicht immer Ek eingekreuzt werden. Die standardisierte Bedarfsliste ist i.d.R. im QMHB des Krankenhauses fixiert.
Trotzdem ist es empfehlenswert, bei operativen Eingriffen vorher die Blutgruppe zu bestimmen und einen Suchtest auf irreguläre erythrozytäre Antikörper durchzuführen. So ist man für den Notfall besser vorbereitet.
Deshalb können letztlich Blutgruppenbestimmungen etc. auch von nichtärztlichem Personal initiiert = ausgelöst werden, wenn diese Verfahrensweise so auch in den Dienstanweisungen des Hauses niedergelegt ist.

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Mit kollegialen Grüßen

Dr. med. H. Schuster

Beiträge: 26 | Mitglied seit: Juni 2003 | IP: gespeichert




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