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Umfrage
Transfusionszwischenfall (3 Stimmen gesamt)
1. Transfusionszwischenfall (66,7%, 2 Stimmen)
2. AB0-Bestimmung (33,3%, 1 Stimmen)

Autor Thema: Transfusionszwischenfall
Huaman
ist neu hier
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ID # 186


  Erstellt am 10. Oktober 2009 08:33 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Ist zulässig bei der Auflärung einer Transfusionszwischenfall, die Untersuchung der AB0-Blutgruppe und Rh(D) Faktor mittels ABD? oder muss die AB0 vollständig bestimmt werden?

Beiträge: 2 | Mitglied seit: Juli 2009 | IP-Adresse: gespeichert
Schanzst
kommt regelmäßig her
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ID # 8


  Erstellt am 13. Oktober 2009 15:14 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Die Diagnostik richtet sich immer nach dem klinischen Erscheinungsbild und den betroffenen Blutprodukten und kann sicher nicht so einfach pauschaliert werden.

Ich gehe mal davon aus, dass man eine Verwechslung bei V.a. hämolytischen Transfusionszwischenfall auschließen möchte.

Gefährlich und am häufigsten ist die AB0 Unverträglichkeit bei Verwechslung und ebenso schnell mit dem Bedsidtest oder ABD Schnelltest noch am Patientenbett ausgeschlossen.

Sonst sollte Wert auf den direkten Coombs (lohnt sich eine Elution?), X Match (Ausschluß AK gegen Antigen das nicht auf dem AKS vertreten ist z.B. KPa) und AKS (homozygote Zelle für Kidd!) gelegt werden, da sich daraus diagnostische Konsquenzen und Hinweise für die zukünftige Auswahl der Konserven ergeben und eine Verwechslung miterkannt wird (stark positive X Probe).

Die Bestimmung der Rh und Kell Formel ist dann sicher mehr geeignet eine falsche prätransfusionelle Probe im Sinne der Qualitätskontrolle zu erkennen, wenn die Diagnostik letzendlich negativ bleibt.


Querschnitts-Leitlinien (BÄK) zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten
11.2.1 Hämolytische Transfusionsreaktion vom Soforttyp
Diagnostik:
Identität des Patienten und der Blutkomponente unter Heranziehung der Begleitpapiere prüfen.
Wiederholung des AB0-Identitätstests (Bedside-Test) an einer neuen Blutprobe des Patienten und einer neuen Probe aus der implizierten Blutkomponente.
Laboratoriumsdiagnostik:
Visuelle Inspektion des abzentrifugierten Patientenplasmas auf Rotfärbung, freies Hämoglobin im Plasma, freies Hämoglobin im Urin. Da in Akutlabors eine Messung freien Hämoglobins häufig nicht möglich ist, können alternativ Haptoglobin und LDH-Aktivität gemessen werden; hier empfiehlt sich ggf. die Bestimmung von Verlaufswerten, um die Hämolyse laborchemisch sichern zu können.
Bei gesicherter Hämolyse sind ferner der direkte Antihumanglobulintest, eine serologische Verträglichkeitsprobe und ein Antikörpersuchtest mit prä- und posttransfusionellem Empfängerblut durchzuführen.

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St. Schanz
Anästhesie und Notfallmedizin, Bluttransfusionswesen
Loßburg Schömberg

Beiträge: 141 | Mitglied seit: Juli 2003 | IP-Adresse: gespeichert



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