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Autor Thema: Dauer der Blutbereitstellung
Kretschmer
kommt regelmäßig her
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ID # 13


  Erstellt am 28. Dezember 2004 10:26 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Kretschmer,
einem Rat Ihres Sekretariats folgend möchte ich mich gerne auf diesem Weg mit einer Frage an Sie wenden.Ich bin Transfusionsverantwortlicher. In unserem Haus operiert einmal wöchentlich ein niedergelassener Orthopäde, u.a. werden auch Hüftendoprothesen implantiert. Den Patienten wird montags prästationär Blut zur Blutgruppenbestimmung und Kreuzblut entnommen, um im Falle des Vorliegens von Antikörpern ausreichend Zeit für die weitere Differenzierung beim Blutspendedienst zur Verfügung zu haben (OP-Tag freitags).
Entsprechend der Richtlinien wäre der Antikörpersuchtest bereits bei Krankenhausaufnahme nicht mehr gültig und damit zu wiederholen. Da allerdings im Zeitraum zwischen Blutentnahme und stationärer Aufnahme keinerlei medizinische Behandlung stattfindet, stellt sich für mich die Frage, ob es vertretbar wäre, den Zeitraum der Gültigkeit zu "strecken". Denn die organisatorischen Probleme, die wir durch ein frühzeitiges Handeln umgehen möchten, bestehen ansonsten aus formalen Gründen weiterhin.
Dr. Michael Kremer

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V. Kretschmer

Beiträge: 401 | Mitglied seit: September 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Kretschmer
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ID # 13


  Erstellt am 28. Dezember 2004 10:27 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Es besteht kein Problem bzgl. der Gültigkeit der Kreuzprobe und des Antikörpersuchtests, wenn der Patient in den letzten 3 Monaten nicht transfundiert wurde und nicht schwanger war. Dann können Sie ohne weiteres die Blutkonserven eine Woche vorher bereitstellen. Länger ist nicht wünschenswert wegen der Tatsache, dass dann die Konserven des Depots unnötig alt werden und auch weil im Depot zu viele Blutkonserven vorrätig gehalten werden müssen. Nach meiner Erfahrung würde auch der Zeitraum von 4 Wochen statt 3 Monaten hinsichtlich der vorausgegangenen Transfusionen und Schwangerschaften bei einer Woche Bereitstellung sicher genug sein. Ich gehe davon aus, dass die Richtlinien in Zukunft aber die 3 Monate wie auch in den USA vorsehen (bisher völlig unberechtigt 6 Monate). Sie müssen natürlich das Qualitätsmangement in Ihrer Klinik so einrichten, dass die Vortransfusionen bzw. Schwangerschaften abgefragt und dem Labor mitgeteilt werden. Falls in dem genannten Zeitraum Transfusionen bzw. Schwangerschaften stattgefunden haben, gilt die Kreuzprobe nach den Rili nur 3 Tage, was auch sinnvoll ist. Das Qualitätsmangement-Handbuch sollte die Verantwortung für die richtigen Angaben dem anfordernden Arzt zuschreiben. Dann ist das Labor auch einverstanden diese Regelung durchzuführen.

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V. Kretschmer

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Nießner
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ID # 17


  Erstellt am 03. Januar 2005 21:11 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Gesetzt dem Falle man würde wie dargestellt verfahren und AKS sowie Kreuzprobe mehr als drei Tage präoperativ durchführen, müsste man diese Untersuchungen dann im Falle einer perioperativen Transfusion wiederholen? (um die §Drei-Tages-Frist" formell einzuhalten)

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Christoph Nießner

Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe
Arzt für Transfusionsmedizin - Anästhesiologie
Hämostaseologie - Labordiagnostik - Notfallmedizin

Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Rettungsmedizin
Leiter Zentrallabor/Transfusionsverantwortlicher

Beiträge: 24 | Mitglied seit: November 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Nießner
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ID # 17


  Erstellt am 03. Januar 2005 21:12 (#4)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Gesetzt dem Falle man würde wie dargestellt verfahren und AKS sowie Kreuzprobe mehr als drei Tage präoperativ durchführen, müsste man diese Untersuchungen dann im Falle einer perioperativen Transfusion wiederholen? (um die §Drei-Tages-Frist" formell einzuhalten)

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Christoph Nießner

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Nießner
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ID # 17


  Erstellt am 03. Januar 2005 21:12 (#5)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Gesetzt dem Falle man würde wie dargestellt verfahren und AKS sowie Kreuzprobe mehr als drei Tage präoperativ durchführen, müsste man diese Untersuchungen dann im Falle einer perioperativen Transfusion wiederholen? (um die §Drei-Tages-Frist" formell einzuhalten)

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Christoph Nießner

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Kretschmer
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  Erstellt am 10. Januar 2005 19:09 (#6)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
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V. Kretschmer

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