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Autor Thema: positive Eigenkontrolle
St_M
kommt regelmäßig her
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ID # 109


  Erstellt am 26. Januar 2011 10:18 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
In unserem Haus gibt es eine Regelung, dass bei Patienten mit positiver Eigenkontrolle bis 2-facher Reaktionsstärke im indirekten Coombs der direkte Coombs-Test anschließend durchgeführt wird.

Ist dieser positiv und der Hb unter 7 mmol/l (Ausnahme akute Blutung), wird das Haptoglobin bestimmt.

Wenn dieser Wert unter 0,6 g/l ist, erfolgt eine weitere Abklärung der positiven Eigenkontrolle im vertraglichen Blutspendedienst.

Die Antikörpersuche mit drei Suchzellen war unauffällig.


Könnte man diese Regelung auch bei positiver Eigenkontrolle bis 2-facher Reaktionsstärke im Enzym anwenden, wenn der direkte Coombs auch positiv ist?

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St.M.Sch.

Beiträge: 8 | Mitglied seit: Juli 2006 | IP-Adresse: gespeichert
Schanzst
kommt regelmäßig her
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ID # 8


  Erstellt am 27. Januar 2011 00:58 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Zur Bedeutung der positiven Eigenkontrolle bei verschiedenen Tests wurde in diesem Forum schon einiges gesagt. Am besten mal die Suche nutzen, hier ein exemplarischer Link:
http://www.iakh.de/Forum/index.php?mode=viewthread&forum_id=7&thread=14

Der durch unspezifische Autoantikörper positive Eigenansatz oder auch direkte Coombs wird im Enzym häufig noch stärker positiv, da sich unter den Autoantikörpern häufig "pseudo Rhesusantikörper" finden deren Wirkung durch Enzym verstärkt wird. Also ist es keine neue Gefahr, die SOP Regelung für die positive Eigenkontolle kann greifen.

Aber der AKS und Eigenkontrolle im Enzym ist für die Routine Diagnostik nirgens vorgeschrieben und führt häufig zu irrelevanten Ergebnissen. Besser sofort in der Routine weglassen. Ich würde in nur geziehlt einsetzen um z.B. nach der Immunisierung einer Schwangeren bei Verdacht gezielt zu suchen oder in der Diagnostik um eine Typisierung zu verbesseren.

Anmerkung noch zu der Coombs/Haptoglobin Regelung: Vieleicht kann man aber auch bei positiver Transfusionsanamnese die letzten 4 Wochen und positiven direkten Coombs auch ohne Hinweise auf eine Hämolyse durch erniedrigtes Haptoglobin mal eine Coombsdiferenzierung und ggf. eine Elution veranlassen.

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St. Schanz
Anästhesie und Notfallmedizin, Bluttransfusionswesen
Loßburg Schömberg

Beiträge: 141 | Mitglied seit: Juli 2003 | IP-Adresse: gespeichert



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