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Autor Thema: Faktor VIIa
rumpg
kommt regelmäßig her
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ID # 59


  Erstellt am 15. Februar 2005 13:36 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
In letzter Zeit häufen sich Vertreterbesuche der Firma, die Novo-seven (Eptacog alfa) vertreibt. Der aktivierte Faktor VIIa ist bekanntlich zugelassen für Hemmkörper-Hämophilie A/B, neuerdings auch für angeborenen F VII-Mangel, Refraktärzustand nach Thrombozyten-Transfusion, Thrombasthenia Glanzmann und für GPIIb/IIIa-Antiköper. Diese Indikationen sollen nun auf nahezu alle primär klaren und unklaren Blutungen ausgeweitet werden: unfallchirurgischer Schockraum, Marcumarblutung, intraoperative Blutung etc. Seitens der Industrie wird diese Aufforderung mit "case studies", also Kasuistiken belegt. Besonders bei chirurgischen Kollegen finden sich immer mehr offene Ohren, so dass es für uns immer schwerer wird, die Indikation streng zu stellen. Über die Mitteilung der Erfahrung und Meinung weiterer IAKH-Mitglieder wäre ich sehr dankbar ich dankbar.

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G.Wittenberg-Rump
Arzt für Anästhesie und Bluttransfusionswesen D.E.S.A.
BG-Unfallklinik Ludwigshafen

Beiträge: 16 | Mitglied seit: Februar 2005 | IP-Adresse: gespeichert
Kretschmer
kommt regelmäßig her
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ID # 13


  Erstellt am 15. Februar 2005 14:25 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Bitte die Erfahrungen hier ins Forum einbringen. Fakt ist, dass rFVIIa bisher nur bei Hemmkörperhämophilie, FVII-Mangel (geht mit sehr kleinen Dosen von < 15 µg/kg KG und >6 Std. Intervallen effektiv, wozu man den bei 4°C gelagerten Ampullenfläschchen über 24 Std. die entsprechende Dosis steril entnimmt, und ist dann sogar kostenmäßig im Vergleich zu FVII-Präparaten akzeptabel) und bei therapieresistenter angeborener Thrombasthenie M. Glanzmann zugelassen ist. Alle anderen Indikationen sind nicht zugelassen und auch nicht ohne weiteres finanziert. Akzeptabel sind noch Indikationen wie cerebrale Blutung bei ITP. Bei allen anderen Indikationen sind Alternativen vorhanden, die erst therapeutisch ausgefahren werden sollten, und im Hinblick auf die Finanzierung durch die Kassen auch versucht werden müssen. Es besteht kein Zweifel daran, dass es sich um ein sehr wirksames Präparat handelt, aber es ist zu teuer, um es anderen Therapeutika vorzuziehen.

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V. Kretschmer

Beiträge: 401 | Mitglied seit: September 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Kretschmer
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ID # 13


  Erstellt am 15. Februar 2005 14:57 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Bitte die Erfahrungen hier ins Forum einbringen. Fakt ist, dass rFVIIa bisher nur bei Hemmkörperhämophilie, FVII-Mangel (geht mit sehr kleinen Dosen von < 15 µg/kg KG und >6 Std. Intervallen effektiv, wozu man den bei 4°C gelagerten Ampullenfläschchen über 24 Std. die entsprechende Dosis steril entnimmt, und ist dann sogar kostenmäßig im Vergleich zu FVII-Präparaten akzeptabel) und bei therapieresistenter angeborener Thrombasthenie M. Glanzmann zugelassen ist. Alle anderen Indikationen sind nicht zugelassen und auch nicht ohne weiteres finanziert. Akzeptabel sind noch Indikationen wie cerebrale Blutung bei ITP. Bei allen anderen Indikationen sind Alternativen vorhanden, die erst therapeutisch ausgefahren werden sollten, und im Hinblick auf die Finanzierung durch die Kassen auch versucht werden müssen. Es besteht kein Zweifel daran, dass es sich um ein sehr wirksames Präparat handelt, aber es ist zu teuer, um es anderen Therapeutika vorzuziehen.

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V. Kretschmer

Beiträge: 401 | Mitglied seit: September 2003 | IP-Adresse: gespeichert



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