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Autor Thema: DCT bei Neugeborenen
Nina
ist neu hier
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ID # 400


  Erstellt am 06. November 2014 21:52 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Fallbeispiel-Frage:
RhD-negative Mütter erhalten in der 28. SSW eine Rhesus-Prophylaxe. Nach der Geburt wird die Blutgruppe des Kindes bestimmt. Ebenso der DCT.
Das Kind ist RhD-positiv. Der DCT ist negativ.
Bei der Mutter kann im Serum/Plasma das applizierte D-Immunglobulin noch nachgewiesen werden (HWZ von Rhophylac 4-8 Wochen).
Frage:
Muss ein solcher NEGATIVER DCT weiter abgeklärt werden ??
Muss z.B. eine Elution durchgeführt werden, um den Nachweis zu erbringen, dass die Rh-Prophylaxe wirksam ist/war?

Die Methode zum Nachweis des DCT könnte evt. nicht sensitiv genug sein, uns die Reaktion nicht sichtbar machen, obwohl die Antikörper an die kindlichen D-positiven Erythrozyten gebunden haben. Durch Konzentration der kindlichen Erys bei einer Elution kann ein positives Eluat resultieren und somit der Nachweis erbracht werden.

Es könnte ja auch theoretisch möglich sein, dass die Mutter ein Non-Responder ist und die Prophylaxe unwirksam ist und es somit trotz Impfung zu einer Alloimmunisierung kommen könnte!

Wäre für einen regen Austausch sehr dankbar!

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Corinna Nöcker
Biomedizinische Fachanalytikern für Immunhämatologie & Transfusionsmedizin (DIW-MTA)
ZLM GmbH Standort Alfried-Krupp-Krankenhaus
Essen-Rüttenscheid

Beiträge: 3 | Mitglied seit: Mai 2014 | IP-Adresse: gespeichert
fleiter
kommt regelmäßig her
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ID # 107


  Erstellt am 11. November 2014 12:49 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Hallo Corinna,
nach den Hämotherapie-Richtlinien und Mutterschaftsrichtlinien muss dieser negative DCT nicht abgeklärt werden. Selbst wenn man eine Elution machen würde nach Konzentrierung der kindlichen Erys und vielleicht sogar ein Anti-D eluieren würde, wüßte man immer noch nicht ob es ein immunogenes oder gespritztes Anti-D ist. Im Übrigen ist das ja eine nicht so seltene Konstellation wie auch DCT beim Kind schwach positiv nach Prophylaxe der Mutter, ich würde mir eher Sorgen machen, wenn der DCT in einer solchen Situation sehr stark positiv wäre. Letzlich wird natürlich die Prophylaxe auch verbraucht, da der fetomaternale Blutaustausch im dritten Trimenon und unter der Geburt am größten ist.
Wir klären auch einen schwach positiven DCT bei einem Säugling nicht ab, wenn im Mutterpass eine Rh-Prophylaxe eingetragen ist und der Säugling klinisch (bzgl. Hämaolyse) unauffällig ist. Das hat meiner Meinung nach keinerlei Konsequenz, und so würde ich es auch in Deinem geschilderten Fall sehen.
Beste Grüße.

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Dr. med. Birgit Fleiter
Ärztin für Transfusionsmedizin, Hämostaseologie
MVZ Dr. Stein+Kollegen
Mönchengladbach

Beiträge: 115 | Mitglied seit: Juli 2006 | IP-Adresse: gespeichert



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