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Author Topic: Eigenkontrolle und Direkter Coombstest
Mehler
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ID # 34


  Posted on April 18, 2004 02:45 PM (#1)  |  Quote Quote   PM PM   E-mail E-mail
Wie lässt es sich erklären, wenn bei einem Patienten die Eigenkontrolle positiv ausfällt, der Direkte Coombstest jedoch negativ ist ? Der Unterschied liegt in der Durchführung doch nur darin, dass die Eigenkontrolle inkubiert wird während der Dir. CT gleich zentrifugiert wird (ohne vorherige Inkubation).

Posts: 15 | Member since: February 2004 | IP address: saved
Schanzst
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ID # 8


  Posted on August 29, 2004 12:17 AM (#2)  |  Quote Quote   PM PM   E-mail E-mail
Der Unterschied ist das Serum, das zugegeben wird bei der Eigenkontrolle. Entsprechend infundierte hochmolekulare Substanzen, nicht vollständig ausgeronnenes Serum mit weiterer Fibrinbildung und eine Veränderung der Serum Zusammensetzung bei Exikose oder Gamopathie können zu einer Spontanagglutination bzw. Geldrollenbildung führen die ein positives Ergebniss vortäuschen. Der direkte Coombs wird zur Elimination der Immunglobuline im Serum mit gewaschenen Zellen gemacht so das Serum und Zusätze vermindert werden.

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St. Schanz
Anästhesie und Notfallmedizin, Bluttransfusionswesen
Loßburg Schömberg

Posts: 141 | Member since: July 2003 | IP address: saved
Kretschmer
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ID # 13


  Posted on September 01, 2004 11:07 AM (#3)  |  Quote Quote   PM PM   E-mail E-mail   HP HP
Neben den unspezifischen Ursachen, die Herr Schanz bereits dargestellt hat, spielt insbesondere auch die Technik eine Rolle. Bei Geltests spielt die Erythrozytenkonzentration im Test eine große Rolle (v.a. beim Biovue), indem bei zu dichten Suspensionen vermehrt unspez. Reaktionen auftreten. Weiterhin sind die vewendeten Coombsseren im ind. und direkten Coombstest nicht immer identisch. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass Ak mit geringer Bindungsstärke in vivo von den Patientenery. schon eluiert werden sein können (neg. direkter Combstest), die durch Inkubation im ind. Coombstest, insbesondere ohne nachfolgendes Waschen (Geltest) noch gebunden bleiben und damit den Eigenansatz im ind. Coombstest positiv werden lassen.
Allerdings die weitaus häufigste Ursache bei pos. Eigenansätzen im ind. Coombstest, aber neg. direkten Coombstesten, sind unspezifische Faktoren. Man sollte also dieses Phänomen nur weiter untersuchen, wenn eine unklare Hämolyse bzw. Anämie oder eine Transfusionsreaktion vorliegt.

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V. Kretschmer

Posts: 401 | Member since: September 2003 | IP address: saved



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