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Autor Thema: Welche Konserven bei homozygot Kell-positiven Patienten
Lorentz
kommt regelmäßig her
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ID # 2


  Erstellt am 31. August 2003 18:06 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Wie soll man sich bei homozygot Kell-positiven Patienten verhalten? Ist es sinnvoll, wenigstens Kk-Kons. zu wählen, um die transfundierte Antigenmenge geringer zu halten?

Frage von Frau Dagmar Richter

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Arnulf Weiler-Lorentz

Beiträge: 51 | Mitglied seit: Mai 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Lorentz
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ID # 2


  Erstellt am 02. September 2003 09:49 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Bei einem Patienten mit bekannter Konstellation KK würde ich bei planbaren Transfusionen immer versuchen, kompatibel zu transfundieren, da ein Anti-k für zukünftige Transfusionen ein schwer lösbares Problem darstellt. Da die Beschaffung von KK-Konserven sehr schwierig ist (< 0,2 % der Bevölkerung), muss der Transfusionsbedarf langfristig abgeschätzt und vorausschauend geordert werden. Ggf. sollte wegen der logistischen Probleme der Patient an eine Uniklinik mit unmittelbarem Zugriff auf einen leistungsfähigen Blutspendedienst verlegt werden. Sofern möglich, sind die Entnahme von Eigenblut und andere fremdblutsparende Massnahmen vorzusehen.

Falls keine KK-Konserven in ausreichender Menge verfügbar sind bzw. in Notfallsituationen, würde ich bei bekannter Homozygotie des Patienten in jedem Fall Kk-Konserven (ca. 8 % der Bevölkerung) auswählen, um die Antigendosis so
gering wie möglich zu halten. Dies sollte in der Regel umsetzbar sein.

Mit freundlichen Grüßen
Dr.Dr.Klosson

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Arnulf Weiler-Lorentz

Beiträge: 51 | Mitglied seit: Mai 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Lorentz
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ID # 2


  Erstellt am 19. September 2003 17:44 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Die Tatsache, dass Empfänger homozygot K haben, und damit k-negativ sind, ist auf Grund der in den Richtlinien vorgegebenen sinnvollen Verfahrensweise bei der Blutgruppenbestimmung gar nicht bekannt. Anti-k ist ein teures Reagenz! Es gibt auch keinen Grund K-positive Empfänger auf k zu untersuchen. Mir sind in mehr als 30 Jahren als Transfusionsmediziner noch nie Patienten mit KK (k-negativ) mitgeteilt worden, es sei denn sie hatten ein Anti-k, und letzteres war bisher nur 3 oder maximal 4x der Fall. Daraus leitet sich zwangsläufig ab, dass man auch nicht k-negatives Blut transfundieren muss, wenn kein Antikörper vorliegt. Dennoch würde ich bei Kenntnis dieses Umstandes forciert alle Möglichkeiten blutsparender Verfahren und autologer Hämotherapie einsetzen. Die wenigen eingefroren k-negativen Erythrozytenkonzentrate in den großen Blutspendediensten (DRK Springe, Hagen, Blutbank Amsterdam) sollten für Patienten mit Antikörpern reserviert bleiben.

Antwort von Prof. Dr. Kretschmer

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Arnulf Weiler-Lorentz

Beiträge: 51 | Mitglied seit: Mai 2003 | IP-Adresse: gespeichert



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