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Autor Thema: Zeitaufwand Qualitätsbeauftragter
Runne
ist neu hier
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ID # 39


  Erstellt am 11. Oktober 2007 22:55 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Gibt es bereits Erfahrungswerte, wie groß der Zeitaufwand eines Qualitätsbeauftragten Hämotherapie pro transfundierende Abteilung und Jahr ungefähr ist?

Beiträge: 3 | Mitglied seit: Mai 2004 | IP-Adresse: gespeichert
Kretschmer
kommt regelmäßig her
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ID # 13


  Erstellt am 12. Oktober 2007 14:49 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Wir geben Ihnen die ungefähren Erfahrungswerte für unser Universitätsklinikum am Standort Marburg:
1. Pro Station/Bereich für eine Inspektion pro Jahr, bei der keine großen Probleme gefunden werden, 30 Min. (bei mehreren Stationen einer Abteilung entsprechend multipliziert)
2. Für die Kommunikation mit den einzelnen Transfusionsbeauftragten (Terminvereinbarungen für Inspektionen, Nachbesprechung von Inspektionen, Problemgespräche, Hinweise auf notwendige Qualifizierung) je 1 Std./Jahr
3. Für Kommunikation mit Transfusionsverantwortlichem (Besprechung der Inspektionsergebnisse, Fehleranalysen etc., neue rechtliche Vorgaben usw.) 4 Std./Jahr
4. Für 2 - 4 Transfusionskommissionssitzungen 2 - 4 x 2 - 3 Std./Jahr
5. Für Information etc. der Kliniksleitung bzw. Träger ca. 4 Std./Jahr
6. Für jährlichen Bericht an die LÄK 4 - 6 Std./Jahr
7. Für eigene Fortbildung 2 Tage/Jahr
8. Wenn größere Probleme auftreten, kommen schnell mal 2 - 3 Tage hinzu.
Wie Sie sehen hängt die Belastung v.a. von der Größe der Klinik, der Anzahl der Stationen und der Organisation bzw. Funktionalität des Qualitätssicherungssystems ab.

Dr. med. Monika Weippert-Kretschmer,
FÄ TM/ZB Hämostaseologie, QB

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V. Kretschmer

Beiträge: 401 | Mitglied seit: September 2003 | IP-Adresse: gespeichert
QBHaemotherapie
ist neu hier
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ID # 130


  Erstellt am 19. Oktober 2007 12:55 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Sehr geehrter Herr Runne,

Sie sollten die Zeit der ständigen Begehungen durch Ihre eigene Arbeit nicht außer Betracht lassen.

Sollten Sie nicht in der Patientenversorgung arbeiten, so müssen Sie deutlich mehr Zeit und Kontakt einplanen für die Tätigkeit. Nur durch regelmäßige Begehungen kommen Sie auf das Optmierungspotential, welches bei Ihnen gehoben werden muß.

Wenn Sie - wie Frau Dr. Kretschmer - direkt vor Ort sind und täglich auch in der Patientenversorgung andere Kollegen beobachten, dann entdecken Sie so viel Optimierungsprotential, daß Sie die Umsetzung entsprechend veranlassen können.

Viele Transfusionsverantwortliche von Uniklinika haben 1/2 Stelle hierfür - die andere halbe z.B. für ein Fach in der Patientenversorgung.

Mit freundlichem Gruß

Björn Mehlhorn

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Die Mailingliste für Qualitätsbeauftragte Hämotherapie
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Beiträge: 2 | Mitglied seit: Januar 2007 | IP-Adresse: gespeichert
Kretschmer
kommt regelmäßig her
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ID # 13


  Erstellt am 22. Oktober 2007 09:23 (#4)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Der Qualitätsbeauftragte hat nach den Richtlinien nicht die Aufgabe, die transfusionsmedizinischen Abläufe durch regelmäßige Kontrollen etc. zu verbessern, sondern zu prüfen, ob ein entsprechendes Qualitätsmangement etabliert ist und eingehalten wird. Daher wird ihm auch nicht die transfusionsmedizinische Kompetenz abverlangt, wie sie der TV haben muss. Aus der Stellungnahme von Herrn Mehlhorn entnehme ich, dass der von ihm geforderte Einsatz die Aufgaben des TV betreffen. Da die Übergänge allerdings fließend sind, enthält unser Curriculum bei der LÄK Hessen die 16 Std. Transfusionsmedizin, wie sie auch TV und TB absolvieren müssen. Dennoch benötigen die QB für Hämotherapie keine Hospitation in der Transfusionsmedizin. Die Forderung nach einer halben Stelle für den QB für Hämotherapie halte ich selbst für Uniklinika für zu hoch. Wir müssen immer berücksichtigen, dass es eine ganze Reihe anderer Bereiche gibt, in der QM fast noch wichtiger als in der Hämotherapie ist (z.B. Antibiotika- und Zytostatikabehandlung, Hygiene u.a.) und dass nicht alle Kräfte in der Hämotherapie verbraucht werden können. Wie heißt es so schön? Die Kirche im Dorf lassen! Ich habe nach wie vor die Meinung, dass wir den QB überhaupt nicht brauchen, wenn die TV ihre Aufgaben adäquat wahrnehmen bzw. wahrnehmen können (!) und auch mit der LÄK kommunizieren. Die Richtlinien sollten in diesem Punkt zurückrudern. Insbesondere für die Praxen ist die Forderung nach einem QB äusserst schwer zu erfüllen und bei der Anzahl, der in einer Praxis zu regulierenden Personen unsinnig. Darüber hinaus ist dort die Frage der Haftpflichversicherung des QB ungeklärt bzw. ein erhebliches Problem. Viel wichtiger ist, dass alle Ärzte während des Studiums in Hämotherapie ausgebildet werden. Dies wurde vor kurzem von der Gesundheitsministerkonferenz der Bundesländer gefordert! Daher freue ich mich natürlich über jeden, egal ob als TV, TB oder QB, der im Rahmen der verschiedenen Seminare diese Ausbildung nachholt.

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V. Kretschmer

Beiträge: 401 | Mitglied seit: September 2003 | IP-Adresse: gespeichert



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