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Autor Thema: Interpretation ungewöhnlicher blutgruppenserologischer Befund
CWi
kommt regelmäßig her
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ID # 19


  Erstellt am 17. Dezember 2003 08:07 (#1)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Anbei die Reaktionen im Rahmen einer Blutgruppenbestimmung, die hinsichtlich Interpretation Schwierigkeiten bereiten:

Erythrozyteneigenschaften:
Anti-A ++++
Anti-B -
Anti-H ++

Serumeigenschaften:
A1 -
A2 ++
B ++++
0 +++

Antikörpersuchtest bei Raumtemp: negativ
Eigenkontrolle bei Raumtemp: negativ
Antikörpersuchtest im AHG (37°C): negativ
direkter Coombstest (37°C): negativ

Wie ist diese Konstellation zu interpretieren?

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C.W.

Beiträge: 7 | Mitglied seit: November 2003 | IP-Adresse: gespeichert
vstigge
kommt regelmäßig her
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ID # 23


  Erstellt am 18. Dezember 2003 09:55 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Vermutlich handelt es sich um die A-Variante A3: Sie reagiert mit Anti-A-Testserum und das Serum enthält kein Anti-A1.

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V. Stigge

Beiträge: 6 | Mitglied seit: Dezember 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Schanzst
kommt regelmäßig her
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ID # 8


  Erstellt am 08. Januar 2004 10:41 (#3)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail
Ich finde die Antwort von vstige unbefriedigend.
Natürlich handelt es sich bei der Blutgruppe um ein A2 oder A3, sicher kein A1 da die Patientenerys mit Anti H reagieren, aber auch kein Ax da die Erys mit Anti A reagieren.
Aber eine A Untergruppe bildet wenn schon dann ein irreguläres Anti A1, ein spezielles Anti A2 ist mir nicht bekannt, nur noch das Anti A,
außerdem reagiert die 0 Zelle mit.

Ich denke eher an ein irrelevanten (DAT ist negativ) Kälte-(auto)-Antikörper, am ehesten ein (Auto)Anti HI oder H, das würde zu der Serumgegenprobe passen (keine H Substanz auf der A1 Zelle). Die Agglutinate müssten im Röhrchentest (außer bei der B Zelle) verschwinden wenn man sie kurz im Wasserbad anwärmt oder Serumgegenprobe streng warm (37°C) in der Gelkarte ansetzen.
Manchmal ist es auch ein Allo-Anti M ohne Relevanz, da in 37° nicht wirksam.
Das die Ansätze von Eigenkontrolle und AKS in Raumtemperatur negativ sind liegt evtl. am anderen Milieu (AHG Ansatz) und unterstreicht das es eher ein irrelevanter Zufallsbefund ist.

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St. Schanz
Anästhesie und Notfallmedizin, Bluttransfusionswesen
Loßburg Schömberg

Beiträge: 141 | Mitglied seit: Juli 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Kretschmer
kommt regelmäßig her
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ID # 13


  Erstellt am 22. Januar 2004 12:14 (#4)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Es muss sich um Kälteantikörper handeln, die unter den Bedingungen der Serumgegenprobe reagieren, nicht aber im Antikörpersuchtest. Es handelt sich bestimmt nicht um eine schwache A-Variante, aber auch nicht um ein Anti-H, da sich dieses nur bei A1 findet, was aber durch die Reaktion der Erythrozyten mit Ant-H ausgeschlossen ist. Bei diesem Antikörper, der aber klinisch bei Negativität des Antikörpersuchtests sicher keine Bedeutung hat, kann es sich z.B. um Anti-P1 oder Anti-Leb gehandelt haben, denn 2 Testzellen müssen das entsprechende Antigen gehabt haben.

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V. Kretschmer

Beiträge: 401 | Mitglied seit: September 2003 | IP-Adresse: gespeichert



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