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Author Topic: Anti-D-Prophylaxe
cem
kommt regelmäßig her
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ID # 20


  Posted on March 29, 2004 02:56 PM (#1)  |  Quote Quote   PM PM   E-mail E-mail
Ist die Anti-D-Prophylaxe nach Entbindung bei Patientinnen mit D-weak zwingend vorgeschrieben?

Posts: 8 | Member since: November 2003 | IP address: saved
Schanzst
kommt regelmäßig her
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ID # 8


  Posted on March 29, 2004 04:46 PM (#2)  |  Quote Quote   PM PM   E-mail E-mail
Nach den Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) 2003 erfolgt bei Patienten, Schwangeren und Neugeborenen die Untersuchung des Rh-Merkmals D mit mindestens zwei Testreagenzien. Für diese Untersuchung wird die Anwendung zweier monoklonaler Antikörper der IgM-Klasse, die die Kategorie DVI nicht erfassen, empfohlen. Bei negativem Ergebnis aller Testansätze gelten potentielle Empfänger von Blut, einschließlich Schwangeren und Neugeborenen, als Rh negativ (D negativ). Bei übereinstimmend positivem Ergebnis und auch bei unzweifelhaft schwach positivem Ergebnis ist der Patient Rh positiv (D positiv). Bei diskrepanten oder fraglich positiven Ergebnissen der Testansätze mit monoklonalem IgM-Anti-D ist der Patient als "Empfänger Rh negativ (D negativ)" zu deklarieren. Eine weitere Klärung sollte angestrebt werden.

Träger der meisten Dweak Typen können kein Anti D bilden da alle Antigenstrukturen bei ihnen vorhanden sind wenn auch in geringerer Anzahl. Allerdings können die Träger von Partial D Varianten ein Anti D bilden. Die häufigste Variante (DVI) wird durch die Verwendung der monoklonalen AK die diese Variante nicht erfassen als Rh (D) negativ gewertet. Die weiteren potentiellen Anti D bildenden Rhesuspartialvarianten sind dann so selten dass man das Risiko einer Immunisierung bei Transfusion aber auch Schwangerschaft sicher eingehen kann oder man muss alle D positiven auch mit der Prophylaxe versorgen.

Da auch bei „Dweak“ beide monoklonalen Seren reagieren und als Rh (D) positiv gewertet werden müssen würde ich eine Rhesusprophylaxe als nicht zwingend und schon gar nicht als vorgeschrieben ansehen.

Siehe auch „The Rhesus Site“ http://www.uni-ulm.de/~wflegel/RH/ der Uni in Ulm mit dem Rhesusimmunisierungsregister der DGTI http://www.uni-ulm.de/%7Ewflegel/RH/RIR/

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St. Schanz
Anästhesie und Notfallmedizin, Bluttransfusionswesen
Loßburg Schömberg

Posts: 141 | Member since: July 2003 | IP address: saved



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