Ehrenmitglieder

 

Zur Funktionsweise der IAKH als gemeinnützigem Verein ist es notwendig, dass es engagierte Mitglieder gibt, die freiwillig und unentgeltlich ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Dafür möchte die IAKH nicht nur einen generellen Dank aussprechen. Vielmehr gehört es gemäß Satzung zu den Gepflogenheiten der IAKH, Mitglieder zu ehren, die sich durch langjähriges, bedeutendes und für die Vereinsaufgaben wichtiges Engagement ausgezeichnet haben.

Lesen Sie die entsprechende Laudatio zu den bislang verliehenen Ehrenmitgliedschaften auf den folgenden Seiten

 

 

 

Prof. Volker Kretschmer

files/iakh/public/mitglieder/uvk.png

Prof. Dr. Volker Kretschmer ist nicht nur ein Gründungsmitglied der IAKH, vielmehr hat er sie aus der Taufe gehoben. Wegweisend und ebenso typisch für ihn war schon seine ärztliche Weiterbildung, die er zunächst in der Inneren Medizin absolvierte. Ein Schwerpunkt der Gießener Internistenschule unter Prof. Dr. Lasch war die Gerinnungsforschung und so kam es nicht von ungefähr, dass sich Volker Kretschmer nach Erlangung des Facharztes für Innere Medizin dann der Transfusionsmedizin und Hämostaseologie zuwandte, welche zu seinem zweiten medizinischen (Stand-)Bein wurden. Als Direktor des gleichnamigen Instituts für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie am Universitätsklinikum Marburg lebte er diesen interdisziplinären Ansatz alltäglich, nicht immer nur zur Freude der Partner aus anderen Fachdisziplinen. Er sah sich weniger als einen Service-Leister und -Lieferanten, denn als einen klinischen Partner, ebenso wie für ihn Transfusionsmedizin und Hämostaseologie eng miteinander verbunden waren. Da diese Denkensweise nicht nur im klinischen Alltag, sondern auch in Fachgesellschaften von Zeit zu Zeit aneckte, kann man nachvollziehen. Würde man doch auch nicht erwarten, dass ein Ölproduzent sich auch für Solartechnologien im Automobilbau stark macht.

So war es letztlich nur konsequent, dass Volker Kretschmer im Jahr 2001 geboren aus den von ihm ins Leben gerufenen Marburger Transfusionsgesprächen, die interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft für klinische Hämotherapie gründete. Es war ebenso typisch für den Gründungsvorstand, dass dieser neben Transfusionsmedizinern und Hämostaseologen vor allem Vertreter klinischer Fächer wie Anästhesiologie, Chirurgie, Gynäkologie und Herzchirurgie angehörten. Auch über externe Widerstände hinweg hat sich diese interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft erfolgreich etabliert und durch Grundsatzartikel zu kritischen Themen und vor allem eine sehr intensive Mitarbeit der Mitglieder in den entscheidenden Gremien zur Weiterentwicklung der Hämotherapie in Deutschland beigetragen. Volker Kretschmer hat die IAKH nicht nur ins Leben gerufen, sondern auch in ihren Anfangsjahren entscheidend geprägt.

Dafür gebührt ihm unser Dank und die große Anerkennung - ist doch die IAKH sein Kind gewesen und er hat sie durch sein Engagement und die Sinngebung großgezogen.

Die IAKH wünscht ihm eine erfüllte Zeit als Emeritus. Möge er mit Freude auf die Weiterentwicklung seines Zöglings, der IAKH, blicken und sie durch sein Wohlwollen begleiten.

Marburg, im Mai 2015

Prof. Dr. Rainer Moosdorf
Prof. Dr. Thomas Frietsch
Stellvertretend für den Vorstand der IAKH

 

 

Prof. Dr. Eberhard Götz

files/iakh/public/mitglieder/ueg.png

Prof. Dr. Eberhard Götz zählt zu den Gründungsmitgliedern der IAKH im Jahr 2001. Als Anästhesiologe war er nach Ausbildung und Habilitation in München und leitender Oberarzttätigkeit in Münster seit 1981 Direktor des Instituts für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Klinikums Darmstadt. Prof. Dr. Götz hatte sich schon über viele Jahre im Rahmen seiner anästhesiologischen Tätigkeit auch mit der Transfusionsmedizin beschäftigt, er war federführendes Mitglied der Arbeitsgruppe Bluttransfusion der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer und Vertreter der Anästhesiologen im Arbeitskreis Blut des Bundesgesundheitsministeriums.

Zu erwähnen ist auch noch, dass er gleichzeitig im Jahr der Gründung der IAKH als Mitglied des Gründungsvorstandes auch zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin gewählt wurde.

Gerade in der Gründungsphase trug er mit seiner breiten Erfahrung wesentlich zum Aufbau der IAKH bei, sowie er auch immer an den Marburger Transfusionsgesprächen in Vorträgen und Diskussionen aktiv beteiligt war. Als erfahrener Hämotherapeut mit ausgiebiger Erfahrung in autologen Transfusionsverfahren trug er ganz wesentlich zur Ausrichtung der IAKH als klinischorientierte Vereinigung bei.

Die flankierende Interdisziplinarität des Anästhesiologen Eberhard Götz für den klinisch orientierten Transfusionsmediziner Volker Kretschmer hat als erfolgreiches Kooperationsmodell für die IAKH Bestand - sind doch die Anästhesisten und Transfusionsmediziner die vorrangig vertretenen Fachrichtungen. Die IAKH wünscht dem engagierten Emeritus viel Freude in der Gewissheit, als Begründer der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft einer guten und wichtigen Sache einen großen Dienst erwiesen zu haben.

Marburg, im Mai 2015

Prof. Dr. Rainer Moosdorf
Prof. Dr. Thomas Frietsch
Stellvertretend für den Vorstand der IAKH

 

 

Dr. Weiler-Lorentz

files/iakh/public/mitglieder/uaw.png

Dr. Weiler-Lorentz ist ein Gründungsmitglied der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft für klinische Hämotherapie und ebenso ein Vorstandsmitglied der ersten Stunde. Dabei gehört der Posten des Schriftführers gerade in der Gründungsphase nicht zu den Umkämpftesten, da er mit einer Reihe arbeitsintensiver Aufgaben verbunden ist. Diese beschränken sich nicht nur auf die Einladungen zu und die Protokollführung von Mitgliederversammlungen, sondern sie beinhalten die gesamte externe Kommunikation einschließlich der in den letzten Jahren zunehmend wichtigeren Darstellung und Präsenz in den elektronischen Medien. Arnulf Weiler-Lorentz hat hier mit bescheidenen Bordmitteln einer kleinen Arbeitsgemeinschaft erstaunliches zu Wege gebracht und entscheidende Grundsteine gelegt zur heutigen Medienpräsenz der IAKH einschließlich der Einführung von diversen Beratungsforen. Er war dabei, wie in seinem sonstigen Leben, so auch in der IAKH immer auch ein kritischer Querdenker, der mit seinen Ideen manche Vorstandssitzung belebt hat. Dabei brachte er als Anästhesiologe eine erhebliche klinische Erfahrung auf dem Gebiet der Hämotherapie mit.

Als eine seiner bestechendsten Fähigkeiten kann im Gedächtnis bleiben, dass er praxiswirksame medizinische Sachverhalte mit wissenschaftlichem Blickwinkel zu beleuchten versuchte. Untersuchungen und Doktorarbeiten betreute er zahlreicher als mancher Habilitierte. Diesen klaren Verstand brachte er von der Gründung bis zu seinem Ruhestand in die IAKH ein. Der Vorstand der IAKH ist gefordert, diesen Geist zu bewahren und in die aktuellen Debatten medizinischer Sachverhalte in der Hämotherapie einzubringen.

Bis zum heutigen Tage bleibt Dr. Weiler-Lorenz neben einem arbeitsamen Berufsleben als Anästhesiologe dem weiteren großen Engagement seines Lebens, der Lokalpolitik verbunden. Mit der ihm eigenen Beharrlichkeit verdient er sich dort aufgrund seiner Geradlinigkeit erhebliche Beachtung.

Der IAKH ist die Unbestechlichkeit und die Sachorientiertheit von Dr. Weiler-Lorentz ein Vorbild, dem es nachzustreben gilt.

Dafür und für seine langjährige Vorstandsarbeit schuldet ihm die IAKH großen Dank und Anerkennung. Sie wünscht ihm, dass seine Streitbarkeit für die gerechte Sache nicht nachlassen möge.

Marburg, im Mai 2015

Prof. Dr. Rainer Moosdorf
Prof. Dr. Thomas Frietsch
Stellvertretend für den Vorstand der IAKH